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Die Verkehrsunfallbilanz 2024 des Polizeipräsidiums Trier zeigt eine positive Entwicklung: Mit insgesamt 23.840 registrierten Unfällen verzeichnet die Polizei einen Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Verunglückten ist rückläufig. Besonders erfreulich: Die Anzahl der Getöteten sank um 25,8 Prozent auf 23 Menschen.
Weniger Schwerverletzte, weiterhin hohe Unfallfluchtquote
Die Zahl der schwerverletzten Unfallopfer sank um 11,1 Prozent, während 2.334 Personen leicht und 489 schwer verletzt wurden. Dennoch bleibt Unfallflucht ein Problem: Rund jeder sechste Unfallverursacher entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Von den geflüchteten Fahrern konnten etwa 44 Prozent ermittelt werden.
Anstieg bei Kinderunfällen, aber keine Todesfälle
Während sich die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt verringerte, stieg die Zahl der Unfälle mit Kindern um 1,6 Prozent. Auch die Zahl der verunglückten Kinder nahm um 3,6 Prozent zu. Von insgesamt 199 betroffenen Kindern wurden 166 leicht und 33 schwer verletzt. Glücklicherweise gab es 2024 keine tödlichen Unfälle mit Kindern.
Junge Fahrende weiterhin Hauptverursacher ihrer Unfälle
Die Risikogruppe der 18- bis 24-Jährigen war 2024 in 4.634 Verkehrsunfälle verwickelt – ein Rückgang von 2,8 Prozent. In 73 Prozent der Fälle waren sie selbst Hauptverursacher. Auch die Anzahl der schwer- und leichtverletzten jungen Fahrenden ging zurück.
Senioren weiterhin häufig in Unfälle verwickelt
Senioren ab 65 Jahren waren an 4.707 Verkehrsunfällen beteiligt, in über 71 Prozent der Fälle als Hauptverursacher. Während die Zahl der Verletzten leicht anstieg, halbierte sich die Zahl der tödlich verunglückten Senioren im Vergleich zu 2023 auf sechs Personen.
Rückgang bei Fahrrad- und Lkw-Unfällen
Die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern und Pedelecs sank um 6,4 Prozent, dennoch starben erneut drei Menschen bei solchen Unfällen. Bei motorisierten Zweirädern blieb die Unfallzahl nahezu unverändert (minus 0,4 Prozent). Verkehrsunfälle mit Lkw gingen um 6,3 Prozent zurück.
Alkohol- und Drogenunfälle rückläufig
Positiv entwickelte sich auch die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Alkohol (minus 5,2 Prozent) und illegalen Drogen (minus 20 Prozent). 33 Unfälle wurden unter Einfluss von THC registriert, wobei in etwa der Hälfte der Fälle Personen zu Schaden kamen. Eine detaillierte Vergleichbarkeit ist hier jedoch noch nicht möglich.
Hauptunfallursachen bleiben konstant
Die häufigsten Unfallursachen waren Wildwechsel (29 Prozent aller Unfälle), zu geringer Sicherheitsabstand (26 Prozent) sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (17 Prozent). Überhöhte Geschwindigkeit spielte nur in 7 Prozent der Unfälle eine Rolle, führte aber zu gravierenden Folgen: In zehn Fällen starben Menschen, 127 wurden schwer und 417 leicht verletzt.