Claudia Neumann

Mutmaßliche Drogenbande zerschlagen

Trier. Spezialkräfte der Polizei nehmen mutmaßliche Darknet-Händler fest / Erfolg Trierer Ermittler

Symbolfoto

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Bild: Canva

In einem groß angelegten Zugriff ist es den rheinland-pfälzischen Ermittlungsbehörden gelungen, eine mutmaßliche Bande von Drogenhändlern zu zerschlagen, die ihre Geschäfte über das Darknet und einen Messengerdienst abgewickelt hat. Das teilen die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und die Kriminaldirektion Trier mit.

Großrazzia unter Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz

Unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, Landeszentralstelle Cybercrime (LZC), und des Fachkommissariats für Organisierte Kriminalität der Kriminaldirektion Trier wurden am 3. April 2025 insgesamt 15 Wohn- und Geschäftsgebäude in Nordrhein-Westfalen und Belgien durchsucht. Gegen fünf tatverdächtige Deutsche im Alter von 26 bis 49 Jahren wurden Haftbefehle des Amtsgerichts Koblenz vollstreckt. An dem Einsatz waren 160 Polizeibeamte, davon 60 Spezialeinsatzkräfte, beteiligt. Den Festnahmen gingen verdeckte Ermittlungen über einen Zeitraum von über einem Jahr voraus.

Fünf Tatverdächtige festgenommen

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, in großem Stil mit illegalen Drogen und mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gehandelt zu haben. Der Versand erfolgte aus Deutschland, hauptsächlich innerhalb des Landes, aber auch weltweit.

Apotheker unter den Festgenommenen

Einer der Festgenommenen ist Betreiber einer Apotheke in Nordrhein-Westfalen und soll diese zur Beschaffung der illegal gehandelten Medikamente genutzt haben.

Vermögensarrest in Millionenhöhe

Zur Sicherung der mutmaßlich kriminell erlangten Gewinne wurden vom Amtsgericht Koblenz Arrestbeschlüsse in einer Gesamthöhe von über 8 Millionen Euro erlassen.

Sicherstellung von Drogen, Bargeld und Kryptowährungen

In Vollziehung dieser Beschlüsse wurden im Zuge der Maßnahmen zwei Wohnhäuser, zwei hochwertige Fahrzeuge im Wert von ca. 350.000,- Euro sowie weitere Vermögenswerte in einer Höhe von mindestens 500.000,- Euro gesichert, die zum größten Teil aus Kryptowährungen, Bargeld und Edelmetallen bestehen. Darüber hinaus konnten insgesamt ca. 5 kg Betäubungsmittel sowie eine Vielzahl an Datenträgern gesichert werden, die noch ausgewertet werden müssen.

Internationale Zusammenarbeit gewürdigt

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz sowie das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz bedanken sich bei den unterstützenden Dienststellen aus Belgien, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz für die hervorragende Zusammenarbeit.


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