

Schon vor Anpfiff war klar, dass es für die Mannschaft von Trainer Klasen ein schweres Spiel werden würde. Dennoch versuchte Trier, dem Spitzenreiter Paroli zu bieten. Die Anfangsphase war von einem offenen Schlagabtausch geprägt, beide Teams suchten den Weg nach vorne.
Die erste große Aufregung gab es in der 13. Minute, als Trier-Spieler Jason Thayaparan den Ball in der Offensive verlor und Hoffenheim blitzschnell umschaltete. Doch Torwart Malte Brüning parierte stark und verhinderte den frühen Rückstand.
In der 22. Minute dann eine strittige Szene: Nach einer Kombination zwischen König, Wimmer und Heinz zog Heinz aus spitzem Winkel ab. Der Ball prallte an die Hand eines Hoffenheimer Verteidigers im Strafraum, doch Schiedsrichter Sahin Dündar entschied nicht auf Elfmeter - sehr zum Unmut der Trierer Mannschaft und Fans.
Trier agierte vor allem über die linke Seite, wo Heinz und König viel Betrieb machten. Doch die Hoffenheimer Defensive zeigte sich stabil und ließ nur wenige klare Chancen zu.
In der 34. Minute hätte Hoffenheim fast zugeschlagen, doch Echghouyab vertändelte in aussichtsreicher Position den Ball. Nur wenige Minuten später, in der 42. Minute, fiel dann doch das 0:1: Ein misslungener Rückpass von Christopher Spang brachte die Trierer Defensive in Bedrängnis. Thayaparan konnte den Ball nicht klären, und Hoffenheims Micheler nutzte die Gelegenheit eiskalt zur Führung.
Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.
Trier kam engagiert aus der Kabine und suchte den schnellen Ausgleich. Doch in der 61. Minute folgte der nächste Rückschlag: Nach einem Foul von Schuster an Duric entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für Hoffenheim. Die Gäste verwandelten souverän zum 0:2.
Kurz darauf kam es zu einer Spielunterbrechung: Auf der Gegengeraden wurden mehrere pyrotechnische Erzeugnisse gezündet, dichter Rauch zog über das Spielfeld. Erst nach vier Minuten konnte die Partie fortgesetzt werden.
In der 71. Minute machte Hoffenheim dann alles klar: Nach einer Flanke köpfte Duric zum 0:3 ein, Trier-Verteidiger Heinz kam zu spät ins Kopfballduell. Nur drei Minuten später verhinderte eine umstrittene Entscheidung eine mögliche Rote Karte: Spang brachte Mokwa als letzter Mann zu Fall, doch der Schiedsrichter wertete die Situation nicht als Notbremse und zeigte nur Gelb. Dennoch war es seine fünfte Gelbe Karte, und damit ist Spang im nächsten Spiel gesperrt.
In der 80. Minute setzte Mokwa den Schlusspunkt: Nach einer Flanke verwandelte er sicher zum 0:4-Endstand.
Nach vier Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Eintracht Trier musste sich dem Spitzenreiter mit 0:4 geschlagen geben. Trotz der deutlichen Niederlage spendeten die Trierer Fans ihrer Mannschaft aufmunternden Applaus und motivierten sie für die kommenden Spiele.
Für Eintracht Trier heißt es nun, die Fehler zu analysieren und nach vorne zu blicken. Das nächste Spiel, gegen Bahlingen, bietet die Chance zur Wiedergutmachung.
Nachbericht: Kevin Schößler