Andreas Bender

Aus dem Leben gerissen

Gemünden. Vater, Freund, Feuerwehrkamerad und Wehrführer: Mit nur 38 Jahren verstirbt Manuel Moog überraschend. Die Soonwaldstiftung und der Kreisfeuerwehrverband haben Spendenaufrufe für die Familie gestartet

 

Ein letztes Bild von Manuel mit seinem sechsjährigen Sohn, nach einem Frisörbesuch.

Ein letztes Bild von Manuel mit seinem sechsjährigen Sohn, nach einem Frisörbesuch.

Bild: Privat

Viel zu früh verstarb Manuel Moog und hinterlässt seine Lebensgefährtin und seinen sechsjährigen Sohn. Manuel wurde nur 38 Jahre alt. Seit seiner Kindheit begeisterte sich Manuel für die Feuerwehr - also sein ganzes Leben lang. Mittlerweile war er sogar Wehrführer in Gemünden und als hauptamtlicher Feuerwehrmann auf dem Flughafen Hahn tätig. 

 

Der junge Mann war ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele, sagen die Kameraden. »Retten-Löschen-Bergen-Schützen« waren für ihn Berufung und Lebensaufgabe zugleich. Für seine Lebensgefährtin, seinen Sohn, seine Familie, sowie seine Freunde und Feuerwehrkameraden ist der plötzliche Tod  von Manuel ein großer Schock. Er wird für immer einen Platz in den Herzen der Hinterbliebenen haben. 

 

Sein Sohn besucht die Grundschule, »sein Papa war alles für ihn«, berichtet die Mutter in einem Gespräch. »Er war in jeder freien Minute mit ihm unterwegs. Sein ‚2. Wohnsitz‘ war das Feuerwehrhaus in Gemünden.« Hier war auch, wenn möglich, sein Sohn und seine Lebensgefährtin mit dabei. Sie selbst ist ebenfalls ehrenamtliche Feuerwehrfrau. In seiner Freizeit half Manuel im landwirtschaftlichen Familienbetrieb aus, sein Sohn war stolz, wenn er mit ihm gemeinsam Traktor fahren durfte. Das sind Erinnerungen die bleiben. Mutter und Sohn nahmen noch zusammen mit Hund Balou Abschied von dem Familienvater nach seinem Tod. Bereits mehrere Schicksalsschläge erlitt die Familie im Laufe der Jahre. Unter anderem verlor Manuel als junger Mann vor 14 Jahren selbst seinen Vater, der damals erst 46 Jahre alt war.

 

Aufgrund der jetzt schwierigen Situation muss die Lebensgefährtin erst einmal in den neuen Alltag finden. Das Leben des Sohns und von ihr wurde von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Einen erhöhten finanziellen Aufwand, aufgrund der Auslagen, welche sie jetzt alleine bewältigen muss, haben sie jedoch erst recht zu verkraften. Nach einem Kontakt zur Soonwaldstiftung »Hilfe für Kinder in Not« ruft diese zur Hilfe auf. »Viele weitere, noch nicht abschätzbare Kosten, werden auf die Familie zukommen«, sagt der Vorsitzende der Stiftung, Herbert Wirzius, und betont: »Jeder Euro der eingeht, wird 1:1 an die Familie weitergeleitet.«

 

Unterstützen will auch der Kreisfeuerwehrverband Rhein-Hunsrück. »Manuels plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke - nicht nur in unserer Feuerwehrgemeinschaft, sondern vor allem in seiner Familie«, sagt der Vorsitzende Daniel Thomas Geis. »In dieser schweren Zeit möchten wir als Gemeinschaft zusammenstehen und der Familie von Manuel beistehen, um ihre Sorgen etwas zu lindern.«

 

Helfen können die Menschen nicht nur mit einer Spende, sondern auch durch praktische Hilfe. »Wer helfen möchte, sei es durch Zeit, Ressourcen oder andere Hilfsangebote, ist herzlich eingeladen, sich per E-Mail (post@kfv-rhk.de) bei uns zu melden«, sagt Geis. »Und natürlich hilft es auch, wenn die Menschen in der Region die Aufrufe verbreiten.«

 

Spenden

Spendenkonto Soonwaldstiftung »Hilfe für Kinder in Not« bei der VVR-Bank

 IBAN: DE47 5606 1472 0009 0090 01

 Verwendungszweck: Manuel

 

Spendenkonto Kreisfeuerwehrverband Rhein-Hunsrück bei der  Kreissparkasse Rhein-Hunsrück

IBAN: DE58 5605 1790 0110 9801 41 

Verwendungszweck: Spende Familie Moog

 


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