Michael Nielen

Ein Generationengarten für Ripsdorf

Ripsdorf. Der Blankenheimer Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung mit Mehrheit den endgültigen Entwurf für einen Generationengarten in Ripsdorf genehmigt. Die Entstehungsgeschichte dieses Projekts ist interessant ...
Sie stellten die Pläne für den Generationengarten vor (v.li.): Carmen Heyner, Marina Knoll, Christian Daum, Jennifer Meuren und Colleen Weigand. Foto: Michael Nielen

Sie stellten die Pläne für den Generationengarten vor (v.li.): Carmen Heyner, Marina Knoll, Christian Daum, Jennifer Meuren und Colleen Weigand. Foto: Michael Nielen

Bild: Michael Nielen

Manchmal kann es ganz einfach gehen. Rudi Huth, Ortsvorsteher von Ripsdorf, und Mathias Schoenen traten an die Blankenheimer Bürgermeisterin Jennifer Meuren mit dem Wunsch heran, in Ripsdorf einen Generationengarten einzurichten. Ein passendes, rund 1000 Quadratmeter großes Grundstück, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und nicht weit von Kirche und Marktplatz entfernt liegt, war schnell gefunden.

»Ich wusste, dass Marina Knoll aus Marmagen Architektur studiert und habe ihr vorgeschlagen, ihre Bachelorarbeit doch über diesen Generationengarten zu schreiben«, erläuterte die Bürgermeisterin. Sie griff den Vorschlag gerne auf, nahm Rücksprache mit ihrer Professorin und machte sich ans Werk. »Tatsächlich«, freute sich Marina Knoll, »wurde die Arbeit mit der Note 1,0 bewertet.«

Besonders erfreulich: Die Arbeit verschwand nicht in der Schublade, sondern wurde zur Grundlage für die Planung des Generationengartens. Anhand des Entwurfs von Marina Knoll plante Christian Daum, Meister und Techniker im Garten- und Landschaftsbau vom Unternehmen Walter Schmitz aus Reifferscheid, die Umsetzung des Projekts, das nun vorgestellt wurde. Ziel des Projekts ist es, einen Raum zu schaffen, der Menschen aller Altersgruppen als Treffpunkt dienen soll. Für die Finanzierung des Generationengartens wurde eine Förderung aus dem Topf »Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen« beim Bundesumweltministerium beantragt. Bewilligt wurde eine 80-prozentige Förderung in Höhe von rund 330.000 Euro.

»Um die Förderung zu erhalten, müssen wir das Vorhaben allerdings bis Mai 2026 umgesetzt haben«, erklärte Jennifer Meuren und betonte, dass man daher zügig mit der Umgestaltung des Geländes beginnen möchte.

Der geplante Garten wird mehrere Bereiche umfassen, die durch ihre unterschiedliche Gestaltung und Nutzung für alle Generationen zugänglich sein sollen. Aufgrund der Hanglage ist eine 100-prozentige Barrierefreiheit zwar nicht möglich, dennoch wird sichergestellt, dass alle Ebenen mit Rollator oder Rollstuhl erreichbar sind.

Im Eingangsbereich wird ein Areal für Wanderer und Radfahrer geschaffen, da hier auch die EifelSpur »Toskana der Eifel« vorbeiführt. Neben einer drehbaren Ruhebank und einer Sitzgelegenheit mit Tisch sind auch Fahrradabstellbügel, ein Abfalleimer und ein Trinkbrunnen vorgesehen. Ebenso soll es eine Lademöglichkeit für E-Bikes geben, auch eine Reparaturstation ist geplant.

Der Aktivbereich des Gartens wird mit einer Calisthenics-Anlage ausgestattet, die nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern die Möglichkeit bietet, sich sportlich zu betätigen. Der Boden wird mit Holzhackschnitzeln versehen, um eine sichere Nutzung zu gewährleisten. Für Kinder ist kein zusätzliches Spielgerät vorgesehen, da der nahe Kita-Spielplatz während der Nicht-Betreuungszeiten genutzt werden kann.

Das Atrium wird den Mittelpunkt des Gartens bilden und eine große, multifunktional nutzbare Rasenfläche bieten, die für unterschiedliche Aktivitäten verwendet werden kann. Die Randbereiche des Gartens sollen mit Hochbeeten und weiteren Ruheplätzen ausgestattet werden. Sie bieten die Möglichkeit zur aktiven Gartenpflege durch die Bürger. Die Beetflächen werden flexibel gestaltet, sodass sie mit insektenfreundlichen Stauden und Wildblumen bepflanzt werden können.

Cortenstahl wird als Material für die Treppenstufen und Hangsicherungen verwendet, was dem Garten eine moderne und robuste Optik verleiht. Ziel ist es, dass sich die Bürger aktiv in die Gestaltung des Gartens einbringen, etwa durch Patenschaften oder durch die Bereitschaft zur Pflege des gemeinsamen Treffpunkts.

Am Donnerstag, 3. April, werden die Entwurfspläne ausführlich den Bürgern in Ripsdorf um 19 Uhr im Gasthaus Breuer vorgestellt.


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