Ein Wolf, ein Hund oder was?

Ein Wolf mitten in Rohren: Diese Nachricht verbreitete sich am Samstag Vormittag wie ein Lauffeuer und zeigte die Unsicherheit und Kontroversität, die eine Begegnung mit dem Wildtier auslöst.
Wolf, Hund oder doch ein Hybrid, der da am Samstag durch Rohren gestreunt ist? Wolfsberater Hermann Carl ist auf die Auswertung der DNA-Probe gespannt, die er per Eilantrag des Landesumweltamtes an das Senkenberg-Institut geschickt hat. Foto: Privat

Wolf, Hund oder doch ein Hybrid, der da am Samstag durch Rohren gestreunt ist? Wolfsberater Hermann Carl ist auf die Auswertung der DNA-Probe gespannt, die er per Eilantrag des Landesumweltamtes an das Senkenberg-Institut geschickt hat. Foto: Privat

»Verhalten und Aussehen ähneln schon sehr einem Wolf«, weiß Wolfsberater Hermann Carl. Von einer Anwohnerin konnte das Tier eingefangen werden, was bei einem wilden Wolf schier unmöglich erscheint. Also doch kein Wolf?

Ergebnis der DNA-Probe in 14 Tagen

Vertreter vom Ordnungsamt waren zugegen, auch vom Nationalpark Eifel und dem Höfener Hundeverein. »Das war schon wichtig, erfahrene Kräfte zu vereinen, denn  ich analyisere eigentlich Spuren des Wolfes und fange ihn nicht ein«, so Carl. Am Sonntag hat er Tierarzt Dr. Ramisch zur Hilfe gerufen, um eine DNA-Probe zu nehmen. »Er hatte unbändige Kräfte, hat meinen Kollegen verletzt und Ampullen, die ihn betäuben sollten, um die DNA-Probe zu nehmen, einfach aus der Luft gefangen«, ist Carl immer noch erstaunt. »Ich habe gerade die DNA-Probe an das Senkenberg-Institut geschickt - per Eilantrag des Landesumweltamtes.« Für Hermann Carl ist völlig offen, ob es sich bei dem Tier um einen Wolf, einen Hybrid (Mischung aus Wolf und Hund) oder einen Wolfhund handelt. Eigenartig sei, dass sich ein womöglicher Besitzer nicht melde. »Ein wilder Wolf wird es nicht sein, dafür war er zu sehr an den Menschen gewöhnt«, glaubt auch Oliver Krings vom Monschauer Ordnungsamt. Er appelliert an die Bevölkerung, nicht in Panik zu verfallen, sondern bei einer möglichen Sichtung eines auffälligen Tieres die zuständigen Behörden zu informieren. »Der Wolf wird immer wieder ein Thema in der Eifel sein«, so Krings. Nicht zu emotional zu reagieren sei das Gebot der Stunde.


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