Mainacht-Frage: Herz oder Baum?

Der Mai ist zwar noch nicht gekommen, dennoch beschäftigt er in diesen Tagen Frisch- und Langzeitverliebte.

Zum 1. Mai haben die Junggesellen im Lande nämlich nicht nur das bekannte Mailied auf den Lippen. In der Mainacht versammeln sie sich an Lagerfeuern, stellen im Mittelpunkt ihres Dorfes einen großen Maibaum auf und fiebern der Nacht entgegen. Dann wollen sie nach altem Brauch ihrer Angebeteten einen weit sichtbaren Liebesbeweis ans Haus heften. Früher geschah das meistens dadurch, dass die Junggesellen ihrer großen Liebe einen Maibaum steckten. Der bestand und besteht aus einer Birke, die mit bunten Kreppbändern farbenfroh geschmückt wird. Die Maibirke gilt dabei als Zeichen der Liebe und Zuneigung und ist zudem ein Symbol des Frühlings und der wiedererwachenden Natur. Seit geraumer Zeit wird aber nicht nur gesteckt, sondern auch gehangen: Die Maiherzen sind längst auf dem Vormarsch. Auf eine Styroporplatte in Herzform werden mehr oder weniger kunstvoll Papierrosen gebracht, die zuvor in abendfüllender Beschäftigung aus Krepp gewickelt wurden. Meist zeigen diese Herzen den ersten Buchstaben vom Vornamen der Liebsten.

 Schaltjahr

»Im Schaltjahr, gibt es einen Brauch - im Schaltjahr tun‘s die Mädels auch« - getreu diesem Motto hat sich im Zuge der Gleichberechtigung ein weiteres Maibrauchtum eingebürgert: In Schaltjahren wie 2016 ist die Mainacht nicht alleine in Männerhand. Die Mädels werden aktiv und schenken ihrem Liebsten ein Herz - oder setzen einen Maibaum.

Meinung

Herz oder Baum? Was meinen Jungs und Mädels dazu? Schreibt und schickt gerne ein Foto mit an tfoerster@weiss-verlag.de Wird garantiert erst nach dem 1. Mai veröffentlicht!


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