Klaus Desinger

Studierende vom Umwelt-Campus Birkenfeld gewinnen mit Kommunikationsidee bundesweiten Hochschulwettbewerb

Birkenfeld. Fünf Studentinnen aus dem Studiengang "Kommunikationspsychologie und Nachhaltigkeit" des Umwelt-Campus werden mit ihrem Projekt "Energialogue - die stille Zukunft" ausgezeichnet.

Die Studentinnen Hanna Hettinger, Amelie Gonzalez, Kira Haferkorn, Luisa Frick, Hannah Glandorf (v.l.n.r) freuen sich sehr darauf, das Theaterstück einzuproben und Ende des Jahres vorzuführen.

Die Studentinnen Hanna Hettinger, Amelie Gonzalez, Kira Haferkorn, Luisa Frick, Hannah Glandorf (v.l.n.r) freuen sich sehr darauf, das Theaterstück einzuproben und Ende des Jahres vorzuführen.

Bild: Constantin Lang

Ob beim Wohnen, im Verkehr, im Büro oder in der Industrie: Energie wird in fast allen Bereichen des Alltags gebraucht - und zwar immer mehr. Doch der Klimawandel und begrenzte Ressourcen stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen: Wie kann die Energieversorgung der Zukunft aussehen und welche Auswirkungen hat sie auf das Zusammenleben? Wie über das Thema Energie sprechen, um möglichst viele Menschen mitzunehmen? Antworten geben junge Forschende im Hochschulwettbewerb 2025. Aus knapp 120 Einreichungen im Wissenschaftsjahr 2025 - Zukunftsenergie wurden die besten zehn Projektideen ausgezeichnet. Die Gewinnerteams erhalten jeweils 10.000 Euro Preisgeld, mit dem sie ihre Ideen bis Ende des Jahres umsetzen können.

Das Projekt "Energialogue - Die stille Zukunft" widmet sich auf kreative und inklusive Weise der Frage, wie die Energiewende als zentraler Baustein für eine nachhaltige Zukunft gestaltet und kommuniziert werden kann. Im Kern steht ein innovatives und inklusives Theaterstück, das die komplexen Herausforderungen und Chancen der Energiewende in alltagsnahen Szenen künstlerisch aufbereitet. Das Stück zeigt, dass die Energiewende nicht allein eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist, bei der es um Dialog, Verständnis und gemeinsames Handeln geht. Die Inszenierung nutzt Gebärdensprache und Sprache als Medium, ergänzt durch körperliche Ausdrucksformen, um Menschen mit und ohne Hörbeeinträchtigung gleichermaßen anzusprechen. Das Publikum wird aktiv eingebunden, indem die Zuschauerinnen und Zuschauer den Verlauf der Handlung durch Abstimmungen mitgestalten und so direkt Einfluss nehmen können.

Eingereicht wurde das Projekt von Amelie Gonzalez, Hannah Glandorf, Hanna Hettinger, Luisa Frick und Kira Haferkorn im Rahmen des Studiengangs "Kommunikationspsychologie und Nachhaltigkeit". Der neue Bachelor-Studiengang am Umwelt-Campus Birkenfeld verbindet auf einzigartige Weise die Themen Psychologie, Kommunikation und Nachhaltigkeit. "Wichtig war uns bei der Entwicklung der Projektidee, dass das Thema Zukunftsenergie und Energiewende mit Kreativität und Leichtigkeit übermittelt wird. Theater bietet sich für die Thematik hervorragend als Kommunikationsmaßnahme an und macht es über eine Weise erlebbar, die über das gesprochene Wort hinaus geht.", so Hannah Glandorf über die Ideenfindung.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen und neue Möglichkeiten aufzuzeigen, wird das Theater inklusiv auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigung, mit Hilfe von Gebärdensprache zugänglich sein. Auch die persönlichen Erfahrungen von Amelie Gonzalez als Gehörlose, haben das Denken in diese Richtung verstärkt. Das Preisgeld wird unter anderem für die Requisiten, das Bühnenbild und die Kostüme verwendet. Das Theaterstück soll Ende 2025 an drei Standorten, unter anderem am Umwelt-Campus Birkenfeld, aufgeführt werden. Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der Hochschulrektorenkonferenz und seit diesem Jahr auch der Jungen Akademie ausgerufen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres gefördert.


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