Robert Syska

Schuppenbrand: Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Durchroth. Ein brennender Schuppen hat in der Nacht von Sonntag auf Montag für einen größeren Feuerwehreinsatz in der Duchrother Wassergasse gesorgt.
Ein lauter Knall und heller Feuerschein rissen Anwohner der Naheweinstraße in der Nacht aus dem Schlaf. Gegen 2.45 Uhr brannte in der Wassergasse ein Schuppen lichterloh. Die alarmierten Feuerwehren aus Duchroth und der Umgebung konnten durch schnelles Eingreifen verhindern, dass die Flammen auf das direkt angrenzende Wohnhaus übergriffen. Der alleinige Bewohner konnte das Gebäude rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.

Noch während die ersten Einsatzkräfte unterwegs waren, meldete ein weiterer Anrufer einen brennenden Carport. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und mehrere Wehren aus der Region nachalarmiert. Vor Ort fanden Duchroths Wehrführer Sören Herrmann und seine Mannschaft einen Schuppen im Vollbrand vor. Da das Feuer drohte, auf das Wohnhaus überzugreifen, wurde der Alarm auf „Brand 3“ erhöht. So rückten auch die Drehleiter aus Bad Sobernheim und Spezialeinheiten aus Norheim und Rüdesheim zur Einsatzstelle am nördlichen Ortsrand aus.

Die Feuerwehr Duchroth begann umgehend mit den Löscharbeiten im Außenangriff. Weitere Einheiten aus Oberhausen und Waldböckelheim unterstützten im Innen- und Außenangriff unter schwerem Atemschutz. Gemeinsam gelang es den insgesamt 78 Kräften, das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Dennoch drang durch ein geplatztes Fenster Rauch in das Gebäude ein, weshalb es belüftet werden musste.

Neben den Löschmaßnahmen war auch die Koordination vor Ort gefragt: Die Feuerwehr Niederhausen übernahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle und half bei den Nachlöscharbeiten. Der Einsatz der Drehleiter wurde nicht mehr erforderlich und konnte frühzeitig beendet werden.

Für einen besonderen Moment sorgten Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Werner Hofmann und sein Stellvertreter Rouven Ginz. Beide löschten einen Schwelbrand auf einem benachbarten Carport mit einer Kübelspritze. Für Hofmann, der in wenigen Tagen in den Ruhestand geht, war es ein unerwarteter letzter Einsatz.

Gegen 5.20 Uhr kehrten die meisten Einheiten in ihre Gerätehäuser zurück. Während die Duchrother Wehr noch die Brandwache stellte, rückten die Rüdesheimer Einsatzkräfte bereits kurze Zeit später zum nächsten Einsatz aus: In der Nahestraße hatte zum dritten Mal in drei Wochen die Vernebelungsanlage im Sparkassen-SB-Bereich ausgelöst, was sich aber auch diesmal wieder als Fehlalarm herausstellte – ein Eingreifen war nicht nötig.


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