Andrea Fischer

Streuobstprojekt Zukunft in Trier-Saarburg ermöglicht Obstbaumschnittkurs

Wawern. Schnittkurs für Kommunen im Rahmen des Streuobst-Projektes der Stiftung »Zukunft in Trier-Saarburg«

Rund 15 Gemeindearbeiter machten von dem Angebot Gebrauch.

Rund 15 Gemeindearbeiter machten von dem Angebot Gebrauch.

Bild: Kreisverwaltung Trier-Saarburg

Bei der Obstbaumpflege schaut man über 30 Jahre in die Zukunft, denn: Der richtige Schnitt kann das langfristige Wachstum stärken, die Lebenszeit des Baums erhöhen und den Obstertrag steigern. Da auch viele Kommunen im Kreis eigene Obstbäume pflegen, wurde im Rahmen des Streuobstprojekts der Stiftung »Zukunft in Trier-Saarburg« in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung ein dreiteiliger Obstbaumschnittkurs für Gemeindearbeitende angeboten. Der Obstbaumwart und Landschaftsgärtner Johannes Haide hat seinen Fokus dabei auf die praktische Arbeit auf den Streuobstwiesen gelegt. Rund 15 Gemeindemitarbeiter aus dem ganzen Kreis konnte er dafür in Wawern begrüßen. „Bereits in der Jugendphase des Baumes werden die Weichen gestellt. Ein richtiger Schnitt ist wichtig, damit die Bäume gesund alt werden können“, so Haide. Darum stand im ersten Teil des Kurses die Baumbiologie im Mittelpunkt.

Im zweiten Teil ging es um verschiedene Obstbaumschnitte. Eine Schnitttechnik, die Johannes Haide besonders hervorhob, war der sogenannte Schlankschnitt. Wie der Name beschreibt, werden dabei Äste von Seitenverzweigungen befreit, sodass die Krone „ausgeschlankt“ wird. Durch den Schlankschnitt nimmt die Knospenanzahl in der Nähe zum Stamm zu. So soll ein ausgeglichenes Wachstum aller Astpartien ermöglicht werden.

Auch die Planung einer Obstanlage wurde den Teilnehmenden vorgestellt. In diesem Zusammenhang hat der Referent Johannes Haide im dritten Teil unter anderem die richtige Pflege von Jungbäumen besprochen.

„Unser Ziel war es den Teilnehmenden möglichst viel praktisches Wissen mitzugeben, das sie in ihrer täglichen Arbeit in den Kommunen gebrauchen können“, fasst Dr. Cornelia Pfabel, die das Projekt von Seiten der Unteren Naturschutzbehörde betreut, die Idee zusammen. Bereits Ende des vergangenen Jahres habe man dazu alle Städte und Ortsgemeinden im Kreis angeschrieben und über die Veranstaltung informiert. Auch im kommenden Jahr sollen Schnittkurse angeboten werden.

Parallel zu dem Schnittkurs für Gemeindemitarbeitende wurde auch ein dreiteiliger Schnittkurs für Projektteilnehmende und Interessierte durchgeführt; unterrichtet wurden sie von dem Fachagrarwirt für Baumpflege und -sanierung Eckhard Hustedt.


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