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Die Sicherheitslage für Mieter, Haus- und Ladenbesitzer hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert. Dies ist eine Erkenntnis aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2015 des Polizeipräsidiums Trier.
In den vergangenen zwölf Monaten gab es mehr Einbrüche in Trier. Foto: Symbolbild/Fotolia
"Es ist müßig, zu spekulieren, ob die Landtagswahlen am 13. März anders ausgegangen wären, wenn die Kriminalstatistik zu diesem Zeitpunkt wie in früheren Jahren schon veröffentlicht gewesen wäre. Berechtigte Diskussionen über Mannschaftsstärke und Ausstattung der Polizei im Lande angesichts der Rekordzahlen an Wohnungseinbrüchen und Ladendiebstählen wären wohl die Folge gewesen. Dass dies angesichts der unsicheren Wahlprognosen nicht im Sinne der politisch Verantwortlichen in der Landesregierung gewesen ist, liegt auf der Hand" - Kommentar von Redaktionsleiter Arnt Finkenberg
So ist die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle (WED) – inklusive der Einbruchsversuche – um 164 Fälle auf 859 angestiegen (23,6 Prozent). Die Aufklärungsquote konnte von 14 auf 16,4 Prozent leicht verbessert werden, bleibt damit aber immer noch auf bescheidenem Niveau. Um dieses Problem besser in den Griff zu bekommen, besteht seit Mitte September 2014 eine "Ermittlungsgruppe BandenWED" beim Polizeipräsidium Trier, die bislang zur Identifizierung von rund 80 Tatverdächtigen und der Verurteilung von 16 Angeklagten geführt hat.
Mehr Ladendiebstähle
Auch bei den angezeigten Ladendiebstählen ist eine erhebliche Zunahme der Fallzahlen um 299 (17,6 Prozent) festzustellen. Im Bereich des schweren Ladendiebstahls ist ein Anstieg um 60 Fälle (111 Prozent) zu verzeichnen, wovon allerdings 94,7 Prozent aufgeklärt wurden, so die Kriminalstatistik. Auffallend auch die hohe Zahl von Missbrauchsfällen von Notrufen. Insgesamt rückten Polizei und Feuerwehr 152-mal vergeblich aus, was einem Anstieg um über 125 Prozent entspricht. Bei der Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung ist festzustellen, dass die Eigentumsdelikte, insbesondere Ladendiebstähle, den Schwerpunkt bilden.
Rohheitsdelikte in den Erstaufnahmeeinrichtungen
In Sammelunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen ist außerdem ein starker Anstieg von Rohheitsdelikten zu beobachten. Diese betreffen in erster Linie Auseinandersetzungen unter Zuwanderern. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bilden die Ausnahme. Die Entwicklung der Fallzahlen ist steigend, entspricht aber nicht proportional dem tatsächlichen Zustrom der Flüchtlinge, so der Bericht des Polizeipräsidiums.
Mehr rechtsextreme Straftaten
Im Verhältnis zur Gesamtanzahl des registrierten Personenkreises sind Tatverdächtige aus Albanien, Kosovo und Serbien deutlich überrepräsentiert, so die Polizeistatistik. Zuwanderer aus Syrien, Afghanistan und dem Irak dagegen sind in der Statistik unterrepräsentiert. Rechtsextremistische und fremdenfeindliche Straftaten haben gegenüber 2014 zugenommen. So stieg die Zahl von politisch motivierter Kriminalität von rechts um 34 (40,9 Prozent) auf 117 Fälle. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich sank von 60,2 auf 50,4 Prozent. Die Zahl von politisch motivierter Kriminalität mit nachweislich fremdenfeindlichem Hintergrund stieg von 27 auf 37 Fälle (37 Prozent).
Hintergrund: Polizeipräsidium Trier
Der Polizeibezirk Trier des Polizeipräsidiums Trier erstreckt sich über eine Fläche von 5.912 km² mit rund 618.000 Einwohnern (Stand: 31.12.2014). Zum Bezirk gehören: die kreisfreie Stadt Trier, die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Kreis Vulkaneifel, Trier-Saarburg sowie Teile des Landkreises Cochem-Zell. Auch 30 Verbandsgemeinden (inklusive Teile der VG Ulmen) sowie zwei verbandsfreie Gemeinden – Bitburg und Wittlich – gehören zum Polizeibezirk Trier. Mehr gibt es hier.
RED/FIN