Thomas Förster

Mund auf - und damit Leben retten

Höfen. »Es tut gut eine solch große Solidarität und Hilfsbereitschaft zu erleben.« Dr. Carmen Krämer freut sich auf den Sonntag, 6. April, auch wenn es dann von 11 bis 16 Uhr in der Höfener Vereinshalle darum geht, Menschenleben zu retten.

Anastasiia, eine 29 jährige Mutter von zwei jungen Kindern aus Monschau, muss erneut tapfer sein. Denn die schwere Krankheit, die sie schon besiegt glaubte, kehrte zurück. Im Mai 2023 erhielt sie eine Knochenmarktransplantaion. Nach einer langen Rehabilation und viel Hoffnung erkrankte die junge Mutter nun erneut an Blutkrebs. Jetzt muss eine erneute Stammzellspende Ihr Leben retten.

Anastasiia, eine 29 jährige Mutter von zwei jungen Kindern aus Monschau, muss erneut tapfer sein. Denn die schwere Krankheit, die sie schon besiegt glaubte, kehrte zurück. Im Mai 2023 erhielt sie eine Knochenmarktransplantaion. Nach einer langen Rehabilation und viel Hoffnung erkrankte die junge Mutter nun erneut an Blutkrebs. Jetzt muss eine erneute Stammzellspende Ihr Leben retten.

Bild: Hilfsgruppe Eifel

Höfen (Fö). »Als bekannt wurde, dass die Tochter einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung an Blutkrebs erkrankt ist und dringend eine Stammzellenspende benötigt, war direkt klar, dass wir helfen wollen.« Und so hat die Monschauer Bürgermeisterin umgehend den Kontakt zur Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und der Hilfsgruppe Eifel gesucht. Während viele Rathaus-Mitarbeiter ihre Bereitschaft erklärten, bei der Typisierungsaktion mitzuhelfen, hat Dr. Carmen Krämer die Schirmherrschaft übernommen. »Ein eingespieltes Team von engagierten Ehrenamtlern hat eine eindrucksvolle Marketing-Kampagne ins Laufen gebracht, um in der ganzen Region die Menschen zum Mitmachen zu bewegen«, freut sich die Bürgermeisterin.

»Es ist uns eine Ehre und Verpflichtung zugleich. Als die Initiatorin uns angesprochen hat, haben wir direkt alles Notwendige in die Wege geleitet«, erklärte Helmut Lanio vom Vorstand der Hilfsgruppe Eifel, und setzt darauf, dass wieder viele Eifeler dem Aufruf folgen und sich typisieren lassen. »Der 6. April ist eine gute Gelegenheit, einer jungen Mutter das größte Geschenk ihres Lebens zu machen«, ergänzt Hilfsgruppenchef Willi Greuel weiter. Man sei natürlich auch der Vereinsgemeinschaft Höfen GbR sehr dankbar für ihre Bereitschaft, die Hilfsgruppe und die DKMS mit Räumlichkeiten und bei der Organisation zu unterstützen. So haben sich Vereine, Unternehmen und Institutionen gemeldet, die die Aktion unterstützen möchten.

Die 29-jährige Anastasiia flüchtete mit ihren Kindern wegen dem Krieg in der Ukraine zu ihrer Mutter und Bruder in die Eifel. Nach einiger Zeit im Frieden begann ihr Arm zu schmerzen und über den Hausarzt erfolgte dann der Weg zum Onkologen, der die Diagnose einer chronischen Leukämie leider bestätigte.Ihr Zustand verschlecherte sich, sodass sie im Mai 2023 eine Knochenmarktransplantation benötigte. Danach erfolgte eine lange Rehabilitation und Hoffnung auf Heilung. Doch die schlimme Krankheit kehrte zurück und die Ärzte entschieden, dass die junge Mutter eine weitere Knochenmarktransplantation benötigt. Daher wartet Anastasiia erneut darauf, dass ein passender Spender gefunden wird. Sie wünscht sich sehr, dass die Angst und die familiäre Sorge ihrer schrecklichen Krankheit besiegt wird.

25000 Typisierungen in der Eifel sind das Ziel

»Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, denn vieles muss zusammen passen«, weiß Dr. Carmen Krämer. Daher sei auch nicht unbedingt davon auszugehen, dass man bei der Typisierung in Höfen den passenden Spender finde. »Aber die Spenderdatei wird größer, damit die Wahrscheinlichkeit einen geeigneten Spender für Anastasiia zu finden - oder eben jemand anderem irgendwo auf der Welt das Leben retten zu können«, ist die Bürgermeisterin vom Schicksal ebenso berührt wie vom Engagement der Hilfsgruppe Eifel und der DKMS. Die beiden Institutionen haben große Erfahrung in der Durchführung von Typisierungsaktionen – für Anastasiia rufen sie bereits zum 16. Mal die Eifeler Bevölkerung zur Typisierung auf. Die Zahlen können sich sehen lassen: 24.230 Menschen ließen durch die Hilfsgruppe Eifel als potenzielle Stammzellenspender registrieren, 366 von ihnen wurden zu Spendern weltweit und konnten Menschenleben retten.

Weitere Infos gibt es unter www.hilfsgruppe-eifel.de oder auf www.dkms.de

Typisieren lassen und spenden

Die Spende ist einfach: Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellspender in der DKMS-Datei registrieren lassen. Dies geschieht mit einem einfachen Wangenabstrich, mit dem im Labor die Gewebemerkmale bestimmt werden.
Jede Typisierung und die anschließende Bestimmung der Gewebemerkmale im Labor, ist mit Kosten von 50 Euro verbunden, die zwecks der Sicherung der Finanzierung von der Hilfsgruppe Eifel übernommen werden.
Bereits typisierte Personen oder Männer und Frauen, die sich aus Alters- oder aus Gesundheits-Gründen nicht typisieren lassen können, können die Speicheltest-Aktion für die leukämiekranke Anastasia mit einer Spende finanziell unterstützen.
Spenden werden erbeten auf das Spendenkonto der Hilfsgruppe Eifel bei der VR-Bank Nordeifel: I BAN: DE40 3706 9720 0666 6666 66 – BIC: GENODED1SLE – Kennwort: Ana.
Wer es aus welchen Gründen auch immer nicht zur Typisierungskation schafft, der kann online ein »Registrierungs-Set« bestellen.


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